Kleine Dinge – große Wirkung

Oft sind es ja die kleinen Dinge, die uns berühren und die uns eine besondere Freude machen. Kleinigkeiten, die manchmal mehr bedeuten als ein großes Geschenk (nichts gegen große Geschenke) und die uns dennoch zeigen, wie wichtig wir sind. Mit Eseln ist es ganz genau so, doch darauf komme ich noch. Vielleicht liegt es auch daran, daß etwas Kleines leichter zu überschauen und uns damit irgendwie näher ist. Wir selbst sind ja, so rein im Weltmaßstab betrachtet, recht klein und unbedeutend, obwohl wir uns oft für die Größten halten. Daher vielleicht der weitverbreitete Größenwahn. Aber darum soll es nicht gehen. Zurück zur Überschrift: Kleine Dinge, große Wirkung. Ich kann mich noch gut an eine USA-Reise erinnern, wo wir natürlich einen Blick in den Grand Canyon werfen wollten und uns zu diesem Zweck an einem der zahlreichen Aussichtspunkte einfanden. Doch während wir in die tiefe Schlucht schauten, versammelten sich immer mehr und mehr Menschen um einen Graben und fotografierten wie wild. Was gab es dort wohl zu sehen? Ok, der Graben hatte auch etwas von einer Schlucht, aber eine Verwechslung mit dem Grand Cayon schien ausgeschlossen und nachdem wir unsere Fotos gemacht hatten, schlenderten wir von Neugier getrieben zu dem Graben. Was könnte wohl interessanter als der Grand Canyon sein? Ich weiß nicht was ich erwartet hatte, aber mit einem Häschen hatte ich nicht gerechnet. Klein und niedlich hockte es dort, mümmelte friedlich vor sich hin und lief dem Grand Canyon mit Leichtigkeit den Rang ab. Ein Häschen. Und mit Eseln ist es wie mit Häschen auch. Je kleiner der Esel, umso größer die Wirkung.

Eselkind

Und weil gestern eine liebe Freundin einen Gruß schickte, komme ich auf das Thema mit den kleinen Dingen und den teils recht großen Wirkungen. Klar, Eselkinder sind besonders niedlich und besitzen sehr viel Charme, doch der Tierbezug allein ist nicht von Belang. Ich z.B. hatte schon einmal das Vergnügen von einem Babyelefanten berüsselt zu werden, der ebenfalls sehr niedlich war. Allerdings hatte der rund 140kg schwere Wonneproppen den Charme eines Bulldozers (niedlicher Bulldozer).

Doch dies ist nur der eine Teil des Gedankens, auf den der Eselgruß von gestern mich brachte. Vielmehr erinnerte mich der kurze Gruß daran, wie schön und wichtig die Geste selber war. Die schlichte Nachricht, das freundliche Hallo und dazu die vielen Eselbilder. Ein Gruß, der mir zeigt, daß ich nicht vergessen wurde und der, in Kombination mit den Eselbildern, deutlich macht: Meine Freunde wissen wie und womit man mir eine Freude macht/ machen kann. Ganz einfach. Logisch, ein Eselgruß ist eine schöne Sache (grußtechnisch kaum zu toppen), aber wenn keine Postkarte oder ein anderes Bild von und mit Eseln drauf zur Hand ist, tut es natürlich auch jedes andere Viech. KatzenliebhaberInnen und Hundefreunde sind bestimmt mit Schnurris und Wuffis zufrieden und Blümchen sind ebenfalls gut. Allein die Geste zählt und nehmen Sie dabei niemals Rücksicht auf die neue Mode, wonach man seine freundschaftlichen Gefühle möglichst nicht mehr zeigen darf, weil andere sich dann verpflichtet fühlen könnten. Diese Form unverbindlicher Freundschaft wird nur von Menschen präferiert, die ausschließlich mit sich selber beschäftigt sein möchten und sind. Kommen noch der zeitgemäße Spruch „ich mache nur noch was mir Spaß macht“ und der Hinweis „für sein Glück ist jeder selbst verantwortlich“ dazu, sollten alle Alarmglocken läuten. Das heißt nämlich im Klartext, daß man hier wirklich nichts erwarten darf und das ist total langweilig! Schreiben Sie Postkarten, schreiben Sie Briefe und eMails, schicken Sie Bilder und Nachrichten und zeigen Sie ihren Freunden das Sie ihre Freunde sind. Mit oder ohne Esel ist dabei völlig schnurz. Wobei ein Eselbild hilfreich sein kann. Diese kleinen Gesten sind natürlich kein Ersatz für Gespräche und gemeinsame Zeit, doch sie können über jede Entfernung hinweg erhalten was so wichtig ist – Freundschaft. Und genau deshalb habe ich mich gestern so über die Nachricht aus Schwaan (liegt bei Rostock) gefreut. Danke.

Und hier noch mehr schöne Eselchen aus Schwaan. Diesen bedeutenden Ort muß ich mir demnächst unbedingt mal anschauen. Wenn es dort so viele Esel gibt, dann ist Schwaan garantiert ein Zentrum der Lebensfreude.

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Ein Gedanke zu „Kleine Dinge – große Wirkung

  1. Hallo Erik,
    obwohl ich Dich nur einmal kurz gesehen habe auf der Designers Open vor 2 Jahren, freue ich mich über Deine Lebenszeichen auf dem aromatischen Blog (kann dort leider nicht kommentieren). Schön, dass das Leben für Dich etwas leichter läuft dank einer geregelten Arbeit.
    Ich habe mir damals das Parfum „Dezember“ gekauft und liebe es. Daher bin ich gespannt auf Deine neuen Duft-Kreationen.
    Viele Grüße aus Leipzsch, Synnöve

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