Kleiner weißer Esel – Jacques François Antoine Ibert

Die Idee zu diesem Beitrag ist musikalischer Natur und weil ich selber  musiziere – Klavier und Saxophon – höre ich natürlich gern Musik. Musik gehört einfach dazu, mit Musik geht vieles besser und natürlich ist die gemeine Kreatur oft Ausgangspunkt von Tönen und Rhythmus.

Wie komme ich nun darauf? Ganz einfach. Heute Morgen fielen mir alte Noten von Camille Saint-Saëns in die Hände, dessen Karneval der Tiere hoffentlich jeder kennt. Es beginnt mit dem MARSCH DER LÖWEN, die von HÜHNERN UND HÄHNEN gefolgt werden, bevor dann die ESEL ihren Auftritt zusammen mit GAZELLEN und ZEBRAS haben. Die SCHILDKRÖTEN sind zugleich ein Spottlied auf J. Offenbachs Can-Can und Orpheus in der Unterwelt, der ELEFANT trampelt auf Hector Berlioz „Fausts Verdammnis“ herum und Mendelssohns „Sommernachtstraum“ gerät ebenfalls unter die Elefantenfüße. Dann gibt es noch KÄNGURUS, das AQUARIUM und FOSSILIEN und sicher habe ich ein Tierchen vergessen. Doch wenn ich an Saint-Saëns denke fällt mir sofort immer auch Jacques François Antoine Ibert ein, den kennen sollte, wer Esel liebt! Er war ein franz. Komponist, der von 1890 bis 1962 lebte und von ihm stammt das Stück „Le Petit Ane Blanc“ (Kleiner Weißer Esel). Ibert orientierte sich musikalisch ganz sicher am Neoklassizismus, seine Kompositionen sind sehr geschliffen und voller Eleganz, was leider wie ich finde zu Lasten der Tiefe geht. Da ist irgendwie kein Leben drin – na ja, halt Neoklassizismus. Aber egal, wir verdanken ihm ein Eselstück und dies kann man gar nicht hoch genug wertschätzen.

Ich hab sogar ein Bild von einem kleinen, weißen Esel gefunden.

Weißer esel

So kam ich heute über die Musik … auf den Karneval der Tiere und von dort zu einem kleinen, weißen Esel. Ganz einfach. Und so klingts: Kleiner Weißer Esel

 

Esel und Musik – ein Zitat von A. Toscanini

Die Sache mit Eseln und Musik ist vielleicht etwas schwierig und sicher gefällt nicht jedem ein schönes IAhhhh. Doch in meinen Ohren klingt es wie Musik und niemals würde ich den Esel für negative Vergleiche heranziehen. Komme aber nicht umhin, das berühmte Zitat von Arturo Toscanini (1867 bis 1957) auch hier zu erwähnen. Natürlich nur der Vollständigkeit wegen.

Den Takt schlagen kann jeder Esel. Aber Musik machen, das ist schwierig.