„Travels with a Donkey in the Cevennes“

von Robert Louis Stevenson (1850-1894) war die Vorlage für meinen Wunsch. Nichts weiter! Einfach ein Buch, eine tolle Reiseerzählung, die Vorstellung, daß ein Esel eine passende Begleitung für mich sein könnte und die Freude an einer Wanderung durch schöne Landschaften. Das ist kein Selbstfindungstrip und es ist nicht mein Jakobsweg, ich erwarte weder Erleuchtung noch werde ich hernach ein anderer sein. Was nicht heißt, daß die Ruhe und die Abgeschiedenheit während der Wanderung nicht zugleich auch viel Raum für eigene Gedanken läßt. Denken kann niemals schaden.

Stevensons Buch

Robert Louis Stevenson, das ist der mit der Schatzinsel, wollte auch nachdenken und alleine sein. Seine geliebte Funny Osbourne war auf dem Weg nach New York um die Scheidung von ihrem Mann zu erreichen (damals keine leichte Unternehmung für eine Frau) und Robert, gefangen zwischen Bangen und Hoffnung und zur Untätigkeit verdammt, wollte wohl irgendwie in Bewegung bleiben und in Ruhe den eigenen Gedanken nachhängen. Am Ende wurde daraus ein wunderbares Reisebuch und ich hatte einen Traum – das will ich auch, das mach ich auch.

Robert Louis Stevenson, „Reise mit dem Esel durch die Cevennen“, Hrsg. von Christoph Lenhartz, bei Editions la Colombe, Moers, 2. Auflage 2008, 154 Seiten.

 

Don Quijote de la Mancha

„Endlich brach nun Sancho mit zahlreicher Begleitung auf, gekleidet wie ein Gelehrter und mit einem sehr weiten Mantel von lohfarbenem Kamelott nebst einem Barett von gleichen Stoff; er saß in kurzen Bügeln auf einem Maultier, und hinter ihm ging, einem Befehl des Herzogs gemäß, der Graue mit Zaumzeug und Schmuck von glänzender Seide. Sancho wandte von Zeit zu Zeit den Kopf, um nach seinem Esel zu sehen, dessen Gesellschaft  ihm so viel Freude machte, daß er nicht mit dem Kaiser von Deutschland getauscht hätte.“

Don Quijote

Aus: Miguel de Cervantes Saavedra, „Leben und Taten des scharfsinnigen edlen Don Quijote von la Mancha“, mit 241 Federzeichnungen von Josef Hegenbarth, Rütten&Loening, Berlin, 2. Aufl. 1955, S. 365-366

„Urlaub mit Esel“ ein Eselroman

Wenn die Leute erst einmal mitbekommen haben, daß man zusammen mit einem Esel durch Südfrankreich wandern wird, bekommt man recht häufig Eselgeschenke in Form von Büchern überreicht – erstaunlich, wie viele Eselbücher es gibt. Michael Gantenbergs „Urlaub mit Esel“, erschienen bei SCHERZ (ein Unternehmen der S. Fischer Verlag GmbH), Frankfurt a. Main, 2011, ist genau so ein Buch. Ob man da wohl auch Eselohren reinmachen kann?

Urlaub mit Esel